Über das Projekt

In Deutschland nehmen sich etwa 10.000 Menschen jährlich das Leben. Mindestens 100.000 Menschen überleben einen Suizidversuch. Knapp 10% aller Menschen denken irgendwann in ihrem Leben einmal ernsthaft über Suizid nach.

Es handelt sich bei Suizidalität also keineswege um das rare Phänomen, als das sie oft dargestellt wird. Ganz im Gegenteil kennen Millionen von Menschen den Schmerz, die Leere oder die Hoffnungslosigkeit, die uns dazu bringen, nicht mehr Leben zu wollen. Wir sind also nicht allein, auch wenn wir uns oft so fühlen, als würde kein Mensch uns verstehen. Es ist schwierig und nahezu unmöglich, offen über Suizidgedanken zu reden – denn Suizid ist nach wie vor ein gesellschaftlich tabuisiertes und stark angstbesetztes Thema.

Das Projekt „Mit Suizidgedanken leben? – Suizidalität und Selbsthilfe“ des Bundesverbandes Psychiatrie-Erfahrener e.V. möchte Menschen zusammenbringen, um über Suizid und Suizidgedanken zu reden. Es möchte Räume schaffen, in denen dies möglich ist, ohne pathologisiert, stigmatisiert oder ausgegrenzt zu werden. Das Projekt richtet sich

  • an Menschen, die Suizidalität aus eigener Erfahrung kennen
  • an Psychiatrie-Erfahrene
  • an Selbsthilfe-Aktive
  • an Menschen, die privat oder beruflich Menschen in suizidalen Krisen begleiten.

Kernstück des Projekts sind vier Workshops. Begleitend wird eine wöchentliche Telefonberatung angeboten. Zum Abschluss findet außerdem eine Fachtagung statt.

 

„Mit Suizidgedanken leben? – Suizidalität und Selbsthilfe“ ist ein Projekt des Bundesverbandes Psychiatrie-Erfahrener e.V., der größten und ältesten Vereinigung psychiatrieerfahrener Menschen in Deutschland.

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑